MARKTBERICHT VOM 23.08.2009

 

Hopfen :

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

nachstehend möchte ich Sie über die Hopfenschätzung der Ernte 2009 unterrichten. In den nachgenannten Zahlen ist der Hagelschaden vom 26.05.2009 bereits berücksichtigt (mit ca. 100.000 Ztr. bzw. 5.000 T).

 

Anbaugebiet

Ernte 2008

Schätzung 2009

 

 

 

Hallertau (incl. Hersbruck)

686.635,0 Ztr.

575.000 Ztr.

Tettnang

36.717,0 Ztr.

32.800 Ztr.

Elbe Saale

56.601,0 Ztr.

51.476 Ztr.

Spalt

12.833,0 Ztr.

12.600 Ztr.

Rheinpfalz/Bitburg u.a.

744,0 Ztr.

789 Ztr.

Deutschland gesamt

793.529,0 Ztr.

672.665 Ztr.

 

Die Mengen (Ernte 2009) verteilen sich wie folgt :

 

Aroma / Edelaroma :     335.998,0 Ztr.

Bitter :                             27.347,0 Ztr.

Hochalpha :                  306.147,0 Ztr.

Sonstige :                          3.173,0 Ztr.

Summe :                        672.665,0 Ztr.

 

Aufgrund der Hopfenflächenausweitungen weltweit nach der Ernte 2006, der guten Hopfenernte 2008 und dem leider weltweit stagnierenden Bierabsatz ist bestenfalls mit einem ausgeglichenen Markt zu rechnen. Ich gehe davon aus, dass es trotz des Hagelschadens zu keinen Engpässen kommen wird.

 

Wer dringend Hopfenprodukte benötigt kann sich aus der Ernte 2008 bedienen, hier dürfte noch fast jede Sorte und Produkt beim Handel verfügbar sein.

 

Aufgrund der hohen Vorkontraktquote der Ernten 2009 + 2010 werden z. Zt. keine Umsätze für diese Laufzeiten getätigt.

 

Ab der Ernte 2011 pendeln sich die Preise auf ein normales Niveau ein.

 

Sollte es aus der Ernte 2009 zu günstigen Spotmarktpreisen kommen, empfehle ich erste Lagerbestände vorsichtig wieder aufzubauen.

 

Gerste :

 

Die Preise für Braugerste der Ernte 2009 liegen am Boden.

 

Vor allem auch deshalb, weil die Mälzereien auf Grund schwacher Malzabrufe mit 2008er Gerste noch voll sind.

 

Bauernpräsident Sonnleitner wird in der WELT vom 22.08.2009 dahingehend zitiert, dass die Preise für seine Mitglieder nicht kostendeckend seien.

 

Vor diesem Szenario empfiehlt Sonnleitner deshalb seinen Mitgliedern, die Gerste einzulagern und nicht zu jedem Preis zu verkaufen. Er geht von einer deutlichen Belebung des Marktes im Frühjahr 2010 aus.

 

Diese Zuversicht gewinnt er auf Grund einer angeblichen Unterversorgung in der EU aber auch weltweit.

Vor nicht einmal 1,5 Jahren hat er seinen Schäflein eingepeitscht, auf keinen Fall Sommergerste unter 30,-- €/dt zu verkaufen. Die Mälzer waren damals bereit bis zu 25,-- €/dt zu zahlen.

 

Mit der damaligen Empfehlung hatte er seinen Mitgliedern einen Bärendienst erwiesen, man darf gespannt sein, wie diese erneute Prognose aufgeht.

 

Malz :

 

Erste Abschlüsse für Ernte 2010, Liefertermin 2011 wurden getätigt.

 

Ich werde Sie vom weiteren Marktgeschehen unterrichten und stehe Ihnen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

R. Eisemann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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